Gesunde Ernährung mit und für Kids - ist das wirklich so schwer?

Wer kennt es nicht? Man steht in der Küche, kocht etwas wirklich leckeres Gesundes und wenn alles auf dem Tisch steht, schauen einen gequälte Kinderaugen an. Was gesund und gerade für die Wachsstumsphase wichtig ist, schmeckt Kindern oft nicht. Aber es ist eigentlich nicht so schwer, wenn man als Eltern einige Dinge beachtet?


Die deutsche Gesellschaft für Ernährung hat eine 10 Punkte Liste erstellt, die man sich als kleinen Leitfaden für den Alltag zur Hilfe nehmen kann.

  • Abwechslung und Vielseitigkeit auf dem Speiseplan.

  • Mehrmals am Tag Getreideprodukte. Parallel dazu auch reichlich Kartoffeln

  • 5x am Tag Obst und Gemüse essen.

  • Täglich Milch und Milchprodukte, 1x in der Woche Fisch. Fleisch, Wurstwaren und Eier demgegenüber nur Maßen.

  • So wenig Fett wie möglich.

  • Auch Zucker und Salz immer nur in Maßen.

  • Regelmäßig trinken und so für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Körpers sorgen.

  • Schonende Zubereitung der Lebensmittel. Oft reicht auch schon ein leichtes Dünsten.

  • Essen soll immer auch Genuss sein. Deshalb sollte man sich auch entsprechend Zeit dafür nehmen.

  • Ausreichend Bewegung.

Leider ist die Umsetzung dann doch nicht immer so einfach. Denn seien wir mal ehrlich, 5 x am Tag eine Handvoll Obst schaffen wir als Erwachsene doch auch kaum. Wir sollten aber immer mit gutem Bespiel vorangehen, denn unsere Kinder sehen in uns immer das große Vorbild - auch wenn es manchmal nicht so scheint ;o).

Schauen wir also erst einmal auf unsere Ernährungsgewohnheiten. Was leben wir unseren Kinder vor? Essen wir eigentlich gesund oder könnten wir unsere Ernährung noch optimieren? Kinder müssen erst lernen, was gesunde Ernährung wirklich heißt. Wenn wir als Eltern das Gesunde vorleben, werden auch unsere Kinder Appetit auf Gesundes bekommen. Okay - nicht sofort, aber Schritt für Schritt.


Frisch und unverpackt - das sollte unser Motto sein. Sicherlich ist es verlockend und auch einfacher, zu verpackten Snacks oder Fertiggerichten zu greifen und dies sind auch ab und zu völlig in Ordnung. Aber auf Dauer ist das keine Lösung. Diese Produkte enthalten so viele Zusatzstoffe und Konservierungsmittel sowie viel Zucker und Salz - das prägt den Geschmack der Kinder ungemein und verfälscht diesen langfristig.


Frische Lebensmittel sollten einen großen Platz in der Familienküche einnehmen. So oft es geht, sollte frisch gekocht werden. Als gute Hilfe haben sich Bio-Kisten etabliert, die man sich individuell zusammenstellen kann und wöchentlich nach Hause liefern lässt. Damit tut man auch der Umwelt etwas Gutes, in dem auf heimische Produkte setzt. Aber das Beste ist eigentlich, dass immer ein gesunder Snack greifbar ist.


Was der Bauer nicht kennt, schmeckt nicht? Schon mal gehört? Wenn nicht, hat das aber jede Mama oder Papa schon erlebt. Denn das ist das Lieblingsausrede der Kinder, wenn etwas Neues auf dem Tisch steht. Tricksen wir unsere Kinder einfach ein wenig aus, indem wir Unbekanntes mit Bekanntem kombinieren. Nudeln sind bei allen - ob klein und groß - das Lieblingsgericht schlechthin. Wie wäre es, wenn man z. B. einfach ein paar Erbsen, Tomatenstücke oder einige frische Kräuter unter die Pasta mischt? Das kann klappen. Wenn nicht, dann müssen wir Geduld haben. Auch wenn der Spinat das Schrecklichste auf dem Speiseplan ist, sollte man ihn nicht komplett streichen, sondern immer mal wieder anbieten. Gemüse kann man in ganz vielen Varianten anbieten - roh, gekocht, gebraten, als Suppe - so lernen Kinder, dass es auch ganz anders schmecken kann.

An apple a day .... Jeden Tag einen Apfel essen ist natürlich gesünder als Schokolade, aber auf die Dauer auch langweilig. Deshalb bringen wir hier Farbe ins Spiel. Mal blau (Heidelbeeren), mal rot (Himbeeren), mal orange (Orangen), mal grün (Gurke), mal rot (Tomaten). Je abwechslungsreicher, desto gesünder - jedes Lebensmittel hat andere Spurenelemente und Nährstoffe und die kann man mit einem farbenfrohen Teller voll Obst und Gemüse toll ausschöpfen.


Bei diesen ganzen Tipps - auch von vielen Experten - ist aber der wichtigste Baustein für eine gesunde Ernährung, die Kinder mit einzubeziehen. Ob Kinder etwas mögen, hängt oft davon ab, ob sie es kennen. Oder probieren wir immer alles so bereitwillig aus, was uns fremd und neu ist? Deshalb beziehen wir unsere Kinder einfach mit ein. Schon beim Einkaufen können Kinder lernen, was es alles so gibt. Danach ist die gemeinsame Zubereitung oft ein riesiger Spaß und mit Stolz werden die Kids am Tisch sitzen, wenn wir sagen, dass es toll schmeckt. Das muss nicht täglich sein, aber ein Familienkochen am Wochenende ist ein riesiges Abenteuer.


Zum Schluss sollten wir uns als Eltern noch eins vor Augen halten: Essen mit und unter Druck macht keinen Spaß und schmeckt überhaupt nicht. Wir müssen eine entspannte Atmosphäre schaffen. Die Kinder müssen den Teller nicht leer essen, sondern aufhören, wenn sie satt sind. Kinder haben im Gegensatz zu vielen Erwachsenen noch ein natürliches Hungergefühl, auf das wir vertrauen können. Strafen oder übermäßiges Loben hat am Esstisch nichts zu suchen, denn Essen ist etwas ganz Normales. Ein gemeinsames Essen sollte mindestens einmal am Tag fest im Familienalltag verankert sein. Genießen wir diese Zeit - ohne Fernseher und Smartphone.


Es sind die kleinen Schritte, die viel bewirken können. Viel Spaß beim Ausprobieren!






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