Natürlicher Babyschlaf


Es gibt viele Mythen um den Babyschlaf und noch mehr gut gemeinte Ratschläge und Tipps, die man als Mama erhält, wenn es mit dem Ein- und Durchschlafen beim Baby nicht wirklich klappen will.


Aber was ist dran an diesen Mythen und warum tun sich Babies oft so schwer?


Versetzen wir uns einmal in die Lage eines neugeborenen kleinen Menschen. Aus einer geborgenen, kleinen, warmen und dunklen Höhle wird dieser kleine Mensch herauskatapultiert in etwas Helles, Großes, Lautes und nicht unbedingt immer Warmes. Es gibt auch ab diesem Zeitpunkt nicht immer etwas zu essen, denn auf einmal soll dieser kleine Mensch nur zu bestimmten Zeiten essen. Genau so ist es beim Schlaf. Jetzt darf er nur noch schlafen, wenn es dunkel ist. Eigentlich wäre es in der geborgenen, kleinen, warmen und dunklen Höhle oft viel schöner.


Da liegt das eigentliche Problem. Es stimmt, dass Neugeborene lernen müssen, einen Rhythmus zu entwickeln, aber das geht nicht von jetzt auf gleich. Diese kleinen, hilflosen Wesen benötigen unsere Hilfe, dies zu lernen. Schritt für Schritt müssen wir sie daran gewöhnen, mit der neuen Umgebung umzugehen und sie lieben zu lernen.


Man schläft nur gut, wenn man satt ist


Wichtig ist, dass ein Neugeborenes soviel Nahrung wie möglich in den ersten Wochen bekommt. Es hat Überlebensangst, es hat Angst zu verhungern, weil es nicht mehr essen kann, wann es will, sondern wann wir es wollen. Fast 10 Monate war dies kein Problem - mit der Geburt ist dies vorbei. Deshalb verschafft sich diese kleine Wesen Gehör - es schreit, so laut es kann. Eigentlich nachvollziehbar, oder? Gib deinem Baby gerade in den ersten Wochen, so viel zu essen, wie es braucht. Wenn es verstanden hat, dass du diejenige bist, die für die Nahrung sorgt, wird es die Überlebensangst ablegen und sich ganz auf dich verlassen. Es wird merken, dass es mit dir an seiner Seite nicht verhungern wird. Nach und nach könnt ihr gemeinsam einen Rhythmus entwickeln, um so die festen Zeiten der Mahlzeiten einzuhalten.


Mit wenig Raum schläft man besser

Ich kann mich gut erinnern, als ich das erste Bettchen für meinen Sohn gekauft habe. Super schön, weiß, mit einem Betthimmel, so wie ich es als Kind auch gern gehabt hätte. Dazu hatte ich einen tollen Babyschlafsack gekauft, Kissen / Bettdecke waren nur Deko (die durfte man ja nicht nehmen, hatten mir alle gesagt). Ich war mir sicher, eine tollen Schlafplatz für mein erstes Baby geschaffen zu haben. Aber mein kleiner Sohn fand es überhaupt nicht toll. Und ich verstand auch nach und nach warum. Es war ihm schlichtweg zu groß. Seine Arme fanden nichts, was er berühren konnte. Wenn ich ihn dann in diesem Bettchen liegen sah, spürte ich, dass er seine kleine, dunkle, warme Höhle, in die er sich einkuscheln konnte, extrem vermisste. Tagsüber war das Thema Schlafen kein Problem, weil er immer Kontakt mit mir hatte, im Tragetuch, Babyschaukel oder im Kinderwagen lag. Diese Orte hatten viel mehr von seiner geliebten Höhle als das Bettchen in seinem Zimmer. Also baute ich ihm diese kleine Höhle für die Nacht. Ich puckte ihn jeden Abend in eine Decke ein, legte ihn quer in das Bettchen und teilte es mit einer gerollten Wolldecke ab. Vor seine Nase legte ich eine kleine Mullwindel, die seine Nase berührte und deckte ihn noch etwas zu. Das war eines von unseren Ritualen, die uns die ersten Wochen enorm halfen. Er hat immer mit einer Mullwindel vor dem Gesicht geschlafen bis er ein Jahr alt war.


Wärme ist ein toller Schlafhelfer

Wie haben mich alle gewarnt, dass man Babies nicht zu oft baden soll. Natürlich stimmt es, dass die Haut gar nicht so viel Pflege benötigt und wenn, dann nur mit hochwertigen Produkten. Aber ich hatte gemerkt, dass mein Sohn in seinem Tummy Tub schnell zur Ruhe kam und auch seine Blähungen weniger wurden. Er entspannte sich in diesem "Eimer" wunderbar. Es war warm, es war eng und es fühlte sich für ihn scheinbar so geborgen an, wie zuvor in meinem Bauch. Ich verwendete ein natürliches Badeöl und seine Haut ist bis heute perfekt. Von diesem Zeitpunkt an, habe ich ihn jeden Abend gebadet, bis er schlichtweg nicht mehr in den Eimer passte. Danach gab es noch eine kurze Babymassage und wir beiden genossen diese Abende. Es hat uns sehr geholfen, mit diesem Abendritual für ruhige Nächte für uns alle gesorgt zu haben.


Fazit für einen natürlichen Babyschlaf

Es gibt kein Patentrezept. Jedes Baby ist anders, jede Mama ist anders. Ich kann dir nur empfehlen, auf dein Herz und dein Bauchgefühl zu hören. Du bist es, die dieses kleine Wesen auf die Welt gebracht hat. Du bist es, was dieses kleine Wesen braucht, um gut ins Leben zu starten. Beobachte dein Baby - was gefällt ihm, was gefällt ihm nicht? Wenn es gern auf deiner Brust einschläft, dann lass es einfach. Wenn es in den ersten Wochen immer trinken möchte, dann lass es. Du hilfst deinem Baby, wenn du ihm Zeit gibst, sich an diese neue, große Umgebung zu gewöhnen. Du bist diejenige, die ihm nach und nach einen Alltagsrhythmus beibringt. Ihr beide werdet merken, dass es manchmal besser und manchmal schlechter funktioniert. Auch ich hatte Situationen, in denen ich weinend auf der Treppe saß, weil ich mein Baby nicht mehr beruhigen konnte. Aber ich habe damals gelernt, dass es hilft, das Baby kurz schreien zu lassen, aus dem Zimmer zu gehen, durchzuatmen und dann mit Zuversicht wieder von vorn anzufangen. Schafft euch eure eigenen Rituale mit viel Liebe, Geduld und auch einer Menge Spaß. Dein/e Kind/er werden dir dankbar sein und dies auch in vielen kleinen Momenten zeigen.


Tolle Schlafhelfer für dein Baby

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